Neuseeland - Tauranga - Te Puia - Rotorua
Tauranga, Landschaft und was hier unter der Oberfläche liegt
Tauranga ist unser zweiter Hafen in Neuseeland. Ein Ort, der auf den ersten Blick ruhig wirkt, fast zurückhaltend. Wir lagen am Cruise Ship Dock Port Tauranga, in unmittelbarer Nähe zur Salisbury Wharf und dem Strand mit Yachthafen, dem markanten Mount Maunganui, der wie ein stiller Wächter über allem steht. Mount Maunganui, auch bekannt als Mauao in Neuseeland, ein 232 Meter hoher erloschener Vulkankegel am Ende einer Halbinsel in der Bay of Plenty. Die Stadt Mount Maunganui liegt auf einer Sandbank, die den Berg mit dem Festland verbindet. Ein erloschener Vulkan und doch voller Leben ringsum. Die Ruhe täuscht und doch ahnt man schnell, hier liegt mehr unter der Oberfläche und es erwarten uns einige Überraschungen an unserem Ausflugstag.

Erstes Ausflugsziel heute ist Te Puia
Te Puia, hier werden wir das Māori Arts & Crafts Institute besuchen und sind gespannt was uns hier erwartet.
Dampf lag in der Luft, der Geruch von Schwefel brannte leicht in der Nase. Der Boden blubberte, Schlamm kochte, Thermalquellen zischten. Es war, als würde die Erde selbst erzählen, dass auch sie eine innere Unruhe kennt. Dass unter jeder scheinbar festen Oberfläche Bewegung ist.
Doch zuerst der Besuch der Kiwi-Aufzuchtstation, was für ein unerwartetes highlight. Gedämpftes Licht, Ruhe, ein leises Rascheln und da bewegte er sich, mein erster lebender Kiwi, nur durch Glas-Panorama Fenster getrennt. So unscheinbar, so verletzlich und ganz so, als wären wir nicht da. Es war ein stiller Moment, der mich mehr berührte als manch spektakuläre Landschaft. Vielleicht, weil er zeigte, dass Größe nicht alles ist. Welch ein Verlust an Artenvielfallt und Kultur, wenn der Fortbestand dieser Art nicht gehegt wird.
Als nächstes ging es zum Pohutu-Geysir, pünktlich zu unserem Eintreffen brach er aus und sein Wasser schoss bis zu 30 Meter hoch in den Himmel, hatte ich das Gefühl, dass sich all die Energie unserer Reise in diesem Moment bündelte. Wochen auf See. Stürme, ferne Inseln an Horizonten und Begegnungen aller Art. Manchmal braucht es einen Ausbruch, um wieder klar zu sehen.
In den Werkstätten der Māori wurde mir bewusst, dass Reisen mehr ist als Natur bestaunen, es ist Zuhören, verstehen wollen. Muster im Holz, Gesichter in Schnitzereien, Symbole, die Generationen überdauern. Kultur ist das Gedächtnis und Vermächtnis eines Landes, Volkes, deren Indigenen Bewohner und wir durften kurz hineinschauen. Kurz inne Halten, ein was war das, bevor wir uns weiter auf unserem Ausflug begaben.
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Farben der Umgebung
Diese vier Hei-Tiki sind Bronzenachbildungen von Stücken, die ursprünglich aus der nördlichen Rata (Metrosideros robusta) von Tohunga whakairo (Meisterschnitzer) Clive Fugill geschnitzt wurden. Jedes Bronze-Hei-Tiki hat eine andere Patina, das ist der farbige Film auf der Oberfläche, der durch Oxidation verursacht wird. Diese Farben stammen aus unserer natürlichen Umgebung (© Māori Arts & Crafts Institute).
Jede der vier Bronze-Repliken besitzt eine eigene Patina, verleiht den Objekten die Individualität der ursprünglichen Holzschauplätze zurück. Hei-Tiki sind bekanntlich kraftvolle Taonga (Schätze), die oft über Generationen weitergegeben werden und die Verbindung zu den Ahnen repräsentieren.
Foto Gallery Te Puia
Und weiter, unsere nächsten Ausflugsziele - Roturoa und Agrodom
Die Fahrt nach Rotorua führte uns durch weite, grüne Landschaften. Sanfte Hügel, verstreute Farmen, ein Himmel, der größer schien als anderswo. Es war eine dieser Fahrten, bei denen man aus dem Fenster schaut und merkt, wie weit man eigentlich schon von zu Hause entfernt ist.
In Roturoa angekommen, fuhren wir mit der Seilbahn hinauf auf etwa 500 Meter Höhe. Unten in Te Puia hatte die Erde gebrodelt, hier oben lag alles ruhig. Rotorua, der See, die Landschaft friedlich und weit, doch ist er ein riesiger Vulkankrater. Weit war die Aussicht von hier oben, ein Perspektivwechsel. Vielleicht ist genau das der Sinn einer Weltreise, sich immer wieder neu auszurichten „Lost between Moments“.
Ein üppiges Buffet erwartete uns hier oben. Lange halte ich mich nicht beim Essen auf, ein paar lokale Köstlichkeiten genießen und schon begebe ich mich wieder auf Motivsuche. Das Mittagessen erdete uns wieder.
Foto Gallery Roturoa
Ortswechsel, wir fuhren zum Agrodome, eine Schaf-Show, mehrfach ausgezeichnet, mit Humor und neuseeländischer Leichtigkeit präsentiert. Man hätte es kaum erwartet nach all dem Dampf und der kulturellen Tiefe. Und doch passte es. Neuseeland ist beides, archaisch und charmant, kraftvoll und verspielt zugleich.
Agrodom war nicht so mein Fall, aber auch Kultur eines Landes. Ich nutzte die Zeit mich mit unserem Busfahrer zu unterhalten. Er beneidet uns Europäer, können wir doch so einfach Reisen zu so vielen Zielen in unmittelbarer Nähe unserer Heimat. Er erzählte mir, für uns Neuseeländer ist Australien das nächstgelegenere Reiseziel. Alle anderen Ziele fühlen sich soweit an, so Zeitaufwendig zu bereisen. Von der Seite habe ich es noch nie betrachtet. Er freute sich, als ich ihm die Gastfreundlichkeit seines Landes zum Ausdruck brachte. Und, dass sie ein wenig verrückt sind für die vielen Angebote an Freizeitbeschäftigungen, wie "AJ Hackett Auckland SkyJump & SkyWalk", zuletzt eine Klettertour auf der Auckland Harbour Bridge, was für tolle Erlebnisse schon am ersten Tag auf unserem Neuseeland Trip.
Vielleicht sind wir alle ein wenig wie Rotorua, nach außen ruhig und im Inneren voller Bewegung. Lost between Moments genau hier, zwischen Dampf und Weite, habe ich wieder ein Stück von mir selbst entdeckt.
Foto Gallery Agronom
Die Höhepunkte der Bay of Plenty
Der Morgen im Hafen von Tauranga begann ruhig, fast sanft. Während ich noch den Blick über das glitzernde Wasser schweifen ließ, machte sich meine Frau bereits auf zu ihrem Ausflug, hinein in die Bay of Plenty, deren Name mehr versprach als nur eine schöne Landschaft. Schon die Fahrt dorthin muss wie ein leises Eintauchen gewesen sein, vorbei an grünen Hügeln und weiten Feldern.
Ihr erstes Ziel eine Kiwi Country Farm in Papamoa, alles wurde plötzlich ganz real, endlich griffbereit zum Anfassen! Nicht nur Obst, sondern Geschichten von Menschen, die hier arbeiten, ernten und mit der Natur leben. Es war wohl diese Mischung aus Einfachheit und Stolz, die den Ort besonders machte.
Ein nächstes Ziel auf ihrem Ausflug, der Besuch im Tahuwhakatiki Marae. Kein lautes Spektakel, sondern etwas, das unter die Haut geht. Eine Begegnung mit der Kultur der Māori, getragen von Respekt, Ritualen und einer Wärme, die man nicht erklären kann nur fühlen. Für einen Moment schien die Zeit langsamer zu laufen. Später, bei Kaffee und Gesprächen in der Community Hall, wurde alles wieder leichter, fast vertraut. Und doch blieb dieses Gefühl, gerade etwas Echtes erlebt zu haben. Am eindrücklichsten aber war wohl der Blick bei der Māori-Familie, ein 360-Grad-Panorama über die Bay of Plenty. Weite, Licht, Wind und das leise Staunen darüber, wie schön diese Welt sein kann und wie schön dieses Land, Neuseeland doch ist. Dieser Ausflug brachte mehr mit als nur Eindrücke. Was blieb war ein Strahlen in ihren Augen, ein schöner Tag mit vielen bleibenden Begegnungen..
Foto Gallery Bay of Plenty









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