Eine tiefgründige Geschichte über das Reisen, Heimkehren und das was dazwischen liegt, das was einem danach erwartet, aber
auch unerwartet auf einem zukommt. Über diese Momente möchte ich schreiben, vor allem um die Reiseberichte wieder mit Leben zu füllen, nachdem diese offensichtlich nicht fortgesetzt worden sind. Nicht weil ich keine Lust mehr hatte, nein, vielmehr aus den unerwarteten eingetretenen Ereignissen. Die Tiefschläge sind überwunden, wir sind wieder bei bester Gesundheit. Die Reiseberichte unserer Ziele auf der AIDAsol Weltreise 2024/2025 werde ich nicht sofort weiterschreiben. Das hat seine Gründe, zuvor starten wir ein neues Abenteuer, ein von mir lang gehegter Traum. Für mehr folgt mir auf meinen Social-Media-Kanälen.
Es wird im Herbst die Fortsetzung der AIDAsol Weltreiseberichte geben, inklusive der vielen schönen Foto und Video Erinnerungen.
Bevor es weitergeht, vorab liebe Grüße an all die lieben Menschen, die wir auf der Weltreise kennen und schätzen gelernt haben.
Lost between Moments

Eine Reise in einem Zeitfenster von knapp vier Monaten - an einem trüben, doch schon kühlem Oktobermorgen begaben wir uns zum Hamburger Hafen, dem Altonaer Cruise Center. Es war bereits viel Trubel vor und in dem Cruise Center Altona beim Boarding auf die AIDAsol, zu unserer Weltreise AIDAsol 2024/2025.
Um 19 Uhr war es dann soweit, die AIDAsol legte ab, unsere Herzen füllten ein unbeschriebenes Blatt, das sich in Erwartung aller Vorfreuden endlich zu füllen begann. Der Alltag, noch mit schwieliger Hand am Rucksack zerrend, hatte keine Chance gegen das erste Kribbeln, das man fühlt, wenn einem die unerwarteten Abenteuer umarmen. Knapp vier Monate später sollten wir auf denselben Kai zurückkehren, äußerlich kaum verändert, innerlich jedoch ein Kaleidoskop von Eindrücken, Farben, Gerüchen, Fragen.
Wir sind losgefahren um die Welt zu entdecken, die südliche Hemisphäre unseres Planeten.
Wir kamen zurück, um zu verstehen, die Welt, unser Planet ist wunderschön, nicht so schlecht wie in den Medien berichtet. Liebevolle Menschen, beeindruckende Kontinente, Länder und Kulturen haben wir entdeckt. Wundervolle Menschen an Bord, Katrin und Mario, die beiden Michaels, Regina, Roland, Liz und Kati, Petra und Freddy, Petra und Peter und die vielen anderen Mitreisenden und vor allem die vielen unvergessenen Begegnungen mit lieben Menschen an Bord und vor Ort, die unerwarteten Begegnungen sowie die tollen Gespräche mit ihnen.
Wir müssen uns nichts vormachen, eine organisierte ist viel Commerz, man muss es wollen, aber es gibt immer die Möglichkeiten alles für sich selbst zu organisieren, eigene Eindrücke zu sammeln. Spontane Ausbrüche von der vorgegebenen Reiseroute waren ebenso möglich. Für alle und jeden ist was dabei.
Auf zum Start zur "großen Hafenrundfahrt" von Hamburg nach Hamburg zu unseren ersten Zielen - A Coruña, Gran Canaria, Sao Vicente (Kapverden), die erste Äquatorüberquerung bis nach Südamerika, Salvador in Brasilien. In Salvador besuchten wir die Altstadt, auch obere Stadt genannt, mit seiner Architektur aus der portugiesischen Kolonialzeit, erkundeten wir auf einem Spaziergang über die Kopfsteinpflaster des historischen Altstadtviertel Pelourinho farbenfrohe Gebäude, große Plätze, die barocke Kirche Igrja de São Francisco, die mit vergoldeten Holzschnitzereien verziert ist. Der Spaziergang endete mit der Besichtigung am Drehort des Michael Jackson Song „They Don’t Care About Us“ in Pelourinho. An einem Balkon dieses Platzes, von dem Michael Jackson sang, befindet sich heute ein Poster, das an seinen Besuch erinnert.
Weiter auf unserer Reise passierten wir die Copacabana-Passage nach Rio de Janeiro. Rechtzeitig beim durchfahren der Passage lichteten sich die Regen-Wolken über dem Zuckerhut und der Christos-Statue, was für eine beeindruckende Kulisse wurde uns hier geboten. Wir passierten ein U-Boot, im Hintergrund Zuckerhut und Christos-Statue, es kam Freude auf den Herzschlag der Stadt und die Samba-Rhythmen kennenzulernen. Am Abend des zweiten Tages hieß es Abschied nehmen. Noch einmal vorbei am Panorma der Stadt, den Stränden, dem Zuckerhut und der Christos-Statue, das war Rio de Janeiro.
Überrascht hat uns unser nächstes Ziel Montevideo, wie entspannt Land und Leute sind. Eine genussvolle Kultur erwartete uns, hat Uruguay doch den Weltweit höchsten pro Kopf Verbrauch an Fleisch, kein Wunder die vielen Restaurants mit dem Fleisch auf den Feuergrills, eine Kultur einer kleinen Nation.
Der komplette Gegensatz dazu ist Argentinien, unser nächstes Ziel Buenos Aires, die große, kosmopolitische Hauptstadt Argentiniens. Buenos Aires zeigte sich uns im blühenden Frühling, mit ihren Sehenswürdigkeiten dem Präsidentenpalast, der Lebenskultur des Tangos und lateinamerikanischen Kunst, dem Caminito, die bunte Fußgängerzone im Stadtteil La Boca.
Im Hafen von Buenos Aires wurde das erste Mal Proviant auf unserer Reise nachgefasst, nicht ganz ohne Folgen wie sich später herausstellte.
Unsere nächsten Ziele, die ersten Highlights auf dieser Reise führen uns durch die Landschaften Patagoniens, Feuerland und Gletscherwelten bis um das Kap Horn herum - Puerte Madryn - Kap-Horn-Passage - Ushuaia - Beagel-Kanal-Passage - Allee-der-Gletscher-Passage - Punta Arenas - Garibaldi-Fjord- und die Südpatagonische-Fjord-und-Gletscher-Passage nach Puerto Montt.
Es stockte einem der Atem beim Anblick dieser beeindruckenden Landschaften, sie zu besuchen und zu erleben, einmalig. Was für beeindruckend schöne Landschaften dieser Kontinent zu bieten hat. Und dann dieser fantastische Sonnenuntergang in Ushuaia, schaut rein in den Bericht Kap Horn - Ushuaia und betrachtet die Fotos.
Und, wie haben euch die Fotos aus dem Bericht Kap Horn - Ushuaia gefallen? Gut, dann wird es Zeit den Artikel weiter zu schreiben und um noch über die vielen offenen Stationen der AIDA-Weltreise 2024/2025 zu berichten.
In Ushuaia startete die nächste Jeeptour, das ultimative 4x4-Abenteuer in Ushuaias Umgebung mit den schönsten Aussichtspunkten, einer Kanufahrt, nein dann doch nicht, weil zu windig, dann besser mit zwei Schlauchboote über den Lago Escondido, weiter Offroad durch die Wälder Feuerlands und einem Picknick Lunch am Lago Fagnano. Zum Abschluss der Tour besuchten wir eine Husky Station. Es war eine unvergesslich schöne Tagestour per Jeep durch die Landschaft Patagonien/Feuerland. Ja, Feuerland gehört zu Patagonien. Die Inselgruppe bildet den südlichsten Teil der Region Patagonien, die sich von Zentralargentinien bis zur Magellanstraße erstreckt und die südlichen Ausläufer der Anden sowie die Inselwelt umfasst, eine der faszinierenden Landschaften Südamerikas.
Am Abend vor unserer Weitereise bot sich ein besonderes Lichtspiel zum Sonnenuntergang über Hafen, Stadt und Bucht von Ushuaia. Weiter ging unsere Reise durch die Allee der Gletscher Passagen. Beeindruckende Gletscherlandschaften, deren Dimensionen erst bei näherer Betrachtung der Fotos einem bewusst wurden, ob Condor oder die Drohne der Filmcrew, waren diese Objekte erst bei genauerer Betrachtung der Fotos zu sehen. In Punta Arenas bestaunten wir Roben, Seelöwen und Pinguine in ihrer natürlichen Umgebung. Am nächsten Tag ein nächstes Highlight, der Amalia-Gletscher gigantische 21 Kilometer lang, 70 Meter hoch und gut 2,5 Kilometer breit zeigt sich eine einzigartige Eiswelt gepaart mit Gegensätzen aus Eis, Fels und Vulkan.
Wir erreichten die Westküste Chiles, Puerto Montt. Ein regnerischer Tag, ein typischer Apriltag im November, ja richtig, wir befinden uns auf der südlicher Hemisphäre und da ist jetzt Frühling im November. Sehenswertes in der näheren Umgebung von Puerto Montt die kleine Stadt Puerto Varas, ca. 30 km nördlich am Llanquihue-See mit Blick auf den 2.003 Metern hohen Vulkan Calbuco. An diesem Tag war der Vulkan nicht zu sehen, in Wolken gehüllt regnete es leider so stark. Dafür gab es nachdem wir zurück auf dem Schiff waren, ein Regenbogen nach dem anderen zu sehen.
Letzte Stationen in Chile waren Santiago de Chile und Valparaiso. Ausgangspunkt für die Ausflüge ist die Hafenstadt San Antonio. Besondere Eindrücke nahm ich aus Valparaiso mit, die Wanderung über die Hügel von Valparaiso. All diese Kunstwerke auf emotionale wie satirische und politischer Art hinterließen überwältigende Eindrücke. Wie beschrieb es mal Ray Bradbury „Fahre in die Welt hinaus. Sie ist fantastischer als jeder Traum“.
Nach dem Motto ging unsere Reise weiter über den Pazifik, vorbei an der Insel Robinson Crusoe zur Osterinsel, Insel Rapa Nui eine abgelegene Insel in Polynesien, welche zu Chile gehört. Auf unserer Reise war ein Besuch möglich, was nicht immer so ist. Es gibt hier keinen großen Hafen, da heißt es Tendern, nur möglich bei ruhiger See. Hier gab es viel zusehen, vor allem momentale Statuen mit überdimensionalen Köpfen, vulkanische Landschaften, einem idyllischen Strand von Anakena sowie Schildkröten an einem kleinen Strandabschnitt, alles wohl am einsamsten Orte der Erde, wie ich es fand.
Weiter auf unserer Weltreise passierten wir im Südpazifik die Ducie-Island-Passage, die Tuamotu-Archipel-Passage mit Ziel Tahiti, die erste Insel Französisch-Polynesien.
Tahiti empfing uns mit einer leichten tropischen Wärme, die sich angenehm auf der Haut anfühlte. Eine Jeep Tour führte eine kleine Gruppe tief in die grüne Lunge der Insel, in diesen Regenwald, der mehr ein Atemzug der Erde war als ein Ort. Wasserfälle, die plötzlich aus dem Nichts auftauchten, Stille, die nur vom Rauschen des Waldes unterbrochen wurde.
Am zweiten Tag Moorea, eine ca. 40-minütige Fahrt mit der Fähre auf eine traumhaft schöne Insel. Eine Bootstour entlang der imposanten Küstenlinie, wo die Berge steil aus dem Ozean wachsen, und dann kurz entschlossen das Highlight, Schnorcheln mit Rochen, die so sanft wie Schatten unter dem Boot im Wasser auftauchten, Haie begleiteten sie elegant im türkisblauen Wasser, und Korallen um denen bunte Fische alles in tolle Farben aufleuchten ließ. Nach 3 Stunden schnorcheln, musste auch ich wieder ins Boot zurück, mit eindrücken die auf mehr Meer Freude machten.
In Uturoa zeigte sich der Pazifik von seiner anderen Seite. Ein Tag, an dem der Regen waagerecht fiel, als wolle er uns die Spuren salziger Sehnsucht aus dem Gesicht wischen. Fast alle Touren abgesagt, also wurde improvisiert, wie so oft auf Reisen. Zu guter Letzt standen wir im Regen im Wasser, Maske aufgesetzt, schnorchelnd auf einer regenverhangenen kleinen Koralleninsel. Manchmal ist das Grau über einem der schönste Kontrast zum bunten Leben zwischen den Korallen und Fischen. Einer von ihnen war davon nicht erfreut, er attackierte alle die in seine Nähe kamen.
Rarotonga blieb uns verwehrt, ein Sturm über der Insel machte einen Besuch unmöglich. AIDA organisierte schnell ein anderes Ziel "Aitutaki", eine Insel der Cook-Insel-Gruppe empfing uns dafür wie in einem Märchen. Kurzerhand stiegen wir in einen Kleintransporter und fuhren zur Blauen Lagune, ein wunderschöne Türkisfarbene Lagune, in dem die Zeit stehen geblieben zu schien. Schnorcheln, treiben lassen, lächeln, ein Geschenk das so nicht geplant war.
Dann die Überquerung der Datumsgrenze, ein kleiner Zeitsprung, ein verrücktes Gefühl, als hätte man einen Tag heimlich in die Tasche geschoben; Zitat aus dem Heute Prospekt „Der Tag, den es nicht gibt“ oder „Der schönste Tag ist der, der nicht existiert“.
Doch nicht jeder Tag war sanft. Auf dem anschließenden Weg nach Neuseeland erwischte uns ein schwerer Sturm. Wellen von 10 bis 12 Metern bauten sich wie lebende Berge vor uns auf. Das Schiff ächzte, aber die Crew arbeitete mit einer Ruhe, die fast schon anmutete. Dank ihrer aufopfernden Unterstützung überstanden wir diese Nacht und den folgenden Tag auf See ohne große Vorkommnisse, aber mit viel Respekt vor der See.
Endlich, wir erreichen unser heiß ersehntes Reiseziel – Neuseeland
Auckland begrüßte uns mit dem Puls einer modernen Stadt, die dennoch ein großes Herz für die Natur trägt.
Einmal auf den Sky Tower und den wagemutigen beim Spaziergang auf dem Sky-Walk zuschauen, ein Besuch im Aquarium, bevor es am Nachmittag Klettertouren auf der Auckland Harbour Bridge mit Panoramablick auf die Stadt.
Tauranga – weich, weit, hell, mit Stränden, die wie gemalte Linien wirkten.
Auf nach Rotorua zu den Sehenswürdigkeiten im Whakarewarewa Valley von Te Puia. Vorab eine Stippvisite an den Blasen werfende Schlammlöcher und dem Pohutu-Geysir. In Te Puia besichtigten wir das dortige Maori-Museumsdorf, das New Zealand Maori Arts und Crafts Institute für traditionelle Schnitz- und Webkunst. Anschließend mit der Skyline Rotorua-Seilbahn auf den Gipfel des Berges. Ngongotaha für ein köstliches Mittagsbuffet mit Blick auf den Lake Rotorua.
Napierist ein Art-déco-Traum unter der neuseeländischer Sonne. Sollte dann nicht sein, es begann zu regnen. Und dann viel in der gesamten Region der Strom aus. Da war es vorbei mit der weihnachtlichen Shopping-Tour.
Wellington windig, Berge, Meeresduft, alles gleichzeitig, alles richtig gemacht, mit dem Allradfahrzeug entlang der Robbenküste zum Tongue Point.
Die Cookstraße-Passage – eine enge Umarmung zwischen zwei Landmassen, die uns sanft hindurchließ.
Picton – ein kleiner, friedlicher Hafen voller grüner Hügel. Einmal eintauchen in die Natur der Marlborough Sounds auf der Wanderung durch das Kaipupu Naturschutzgebiet.
Lyttelton begrüßte uns mit einer rotgoldenen Morgenstimmung und ein Hauch von Melancholie, unser letzter Hafen in Neuseeland. Ab in die neuseeländischen Südalpen nach Springfield, dem Ausgangspunkt unserer Outdoor Aktivitäten - u. a. einer amtemberaubenden Jet-Boots-Tour.
Die Milford-Sound-Passage – steile Felswände, Wasserfälle wie lange Fäden aus Licht. Ein Naturdom, in dem man automatisch leiser wird, es ist Heiligabend.
Weiter nach Australien, welch ein Gegensatz zu Neuseeland, eben völlig anders, aber auch sehr eigen und schön.
Sydney, diese Stadt, die jeder kennt, aber die man erst versteht, wenn man sie vom Wasser aussieht. Die Oper, die Harbour Bridge, der leichte salzige Wind.
Bass-Straße-Passage – ein raues Stück Meer, das uns dennoch freundlich durchwinkte.
Melbourne an Sylvester, kulturell, lebendig, ein Mosaik aus Düften und Stimmen. Am Mittag eine Stadtbesichtigung, zum Abend ein Feuerwerk als würde ein Star Wars Filmszene gedreht. Feuerwerk auf den Dächern der der Hochhäuser und Laserlicht durch den Feuerwerksrauch. Erst am nächsten Tag kam mir beim betrachten der Videos das Szenario auf die Star Wars Verfilmung. Am Neujahrstag ging es über die Ozean Road zu den Zwölf Aposteln, landschaftlich einmalig. Der Busfahrer stoppte vor einer Kurver, ein Koala Bär im Eukalyptusbaum.
Adelaide im Gegensatz ruhiger, wärmer, ein Ort, der einen unaufdringlich willkommen heißt. Nach einer kurzen Fahrt durch Adelaide ging es zum Coorong National Park, einer Bootstour durch die Lagunen, Sanddünen und Salzseen. Ein toller Ausflug, ganz nach meinem Geschmack, raus in die Natur.
Perth/Fremantle, weit draußen vor Perth besuchte ich die Rottnest Island, eine Empfehlung der beide Michael. Weit offen das Meer, mit den schönsten Stränden, klarem Wasser, wo man hinsieht, perfekt zum Schnorcheln. Rottnest Island is home to Quokkas, the happiest animal on earth.
Dann lag der Indische Ozean vor uns. Eine lange Strecke, eine weite Stille. Erstes Ziel Mauritius, Port Louis. Eine Fahrt mit dem Piratenschiff durch die Lagunen, mit Stopps zum Schnorcheln an Riffen voll mit farbigen Fischen und Korallen. Es folgte ein Besuch auf der Ile aux Cerfs. Am zweiten Tag der Ausflug zu den farbigen Erden, dem Mangal Mahadev und Curepipe auf dem Programm, Orte die wirken, als hätte jemand verschiedene Kapitel der Natur und Kulturen auf kleinem Raum zusammengebunden.
La Réunion, angelegt im Hafen von Le Port, eine Insel vulkanischen Ursprunges, rau und freundlich zugleich. Mein Ausflug ging nach Gilles les Bains, von wo aus unsere geführte Schnorchel Tour zum Cap La Houssaye startete. Schildkröten, die durch das Wasser glitten wie Wesen aus einer anderen Zeit, und unzählige bunte Fische, die sich im Sonnenlicht spiegelten. Ein trügerischer stiller Zauber, ist doch hier einer der größten Hai-Hotspots. Die Insel selbst hat viel europäischem Flair, im südlichen Indischen Ozean.
Unser erstes Ziel in Südafrika…
Durban, ein Ausflug zur Nelson Mandela Capture Site, ein Ort, an dem Geschichte spürbar wird, und weiter zu den Wasserfällen von Howik, deren Rauschen einen Moment lang alles andere übertönte.
Port Elizabeth, zwei Tage, zwei Safaris. Jeden Tag andere Landschaften, andere Tiere, andere Momente mit den Big Five, nicht nur gesehen, sondern erlebt. Ich liebe Natur, hier bin ich angekommen. Es waren zwei schöne erfüllte Tage.
Kap-der-Guten-Hoffnung-Passage, ein mythischer Punkt, an dem sich Himmel und Wasser seit jeher begegnen, heute nicht im Nebel. Und zur Begrüßung ziehen Delphine und Wale an uns vorbei, ein schönes Highlight.
Kapstadt, ich startete am frühen Vormittag zum Ausflug „Wandern auf dem Tafelberg“, bekannt für seinen Wolkendecke, die sich über den Berg schiebt. Ein beeindruckender Ausblick auf Kapstadt und Umgebung bot sich uns. Am Nachmittag auf zum Besuch der Waterfront, pulsierendes Leben der Metropole. Und zum Sonnenuntergang hinauf zum Signal Hill Drive. Kapstadt überraschte uns, berührte uns. So schön wie der Tag war, so stürmisch endete er, eine 24-stündige Hafensperre. Dieses Mal durften wir nicht auslaufen, ein Sturm und die See hatte das letzte Wort, nichts geht.
Namibia unser letztes Ziel in Afrika, unser Hafen, Walvis Bay. Eine Welt aus Sand und Wind zeigte sich uns. Mein Ausflug, Sandwich Harbour im Geländewagen, Dünen und Wellen, Flamingos im rosa farbigen Wasser, eine Fata Morgana auf der Fahrt durch den Wüstensand, Surreal und echt zugleich. Es hätte mehr sein dürfen, doch so schön.
Jetzt lagen neun Seetage vor uns, eine erneuten Äquatorüberquerung bis wir wieder in Europa ankamen, die kanarischen Inseln Teneriffa und Madera.
Teneriffa, auf zum Whale Watching im Süden der Insel, auf dem größten Katamaran fuhren wir raaus auf See. Hier hatten wir die letzte Möglichkeit zum Schwimmen im Atlantik, 19° C Wassertemperatur.
Auf Madeira ging es per Jeep Tour zur Camara De Lobos, Churchill Bay, dem Nonnental und Cabo Girao. Es war ein sehr durchwachsener Tag, typisch für die kanarischen Inseln im Winter.
Lissabon, wir erreichten wieder europäisches Festland. Auf Jeep Tour erkundeten wir Sintra, Colares und Cascais. Eine Tour der Farben, Paläste, Wind und Meer. Im Anschluss noch eine kurze Stippvisite in Lissabon.
Porto/Leixões, ein Spaziergang durch die Altstadt, durch enge Gassen voller Geschichten. Und die Versuchung aus Zucker, Zimt und Liebe – Verkostung einiger Pastei de Nata, so lecker.
Unser letztes Ziel, Isle of Portland zeigte sich regnerisch und kühl, typisch Englisch. Und dann, diese Engländer, machte im Februar ein Dino-Rennen am Strand wie verrückt aber auch Charmant und unvergessliche Momente.
…jetzt heißt es ankommen.
Nicht nur im Hafen von Hamburg, sondern auch in mir selbst. Der Kreis hat sich geschlossen, von Hamburg nach Hamburg, eine große Hafenrundfahrt, die uns einmal um die eigene Achse der Welt geführt hat. Und doch fühle ich, dass die eigentliche Reise erst jetzt beginnt. Denn „ankommen“ bedeutet nicht, die Koffer auszupacken. Es bedeutet zu spüren, was hängen geblieben ist:
Das Leuchten eines Sonnenuntergangs irgendwo zwischen den Fjorden Patagoniens, das Lachen eines fremden Menschen, das plötzlich so vertraut klang, das Rauschen der See, das manchmal lauter war als die eigenen Gedanken.
Es sind all die Momente dazwischen, die kleinen, die leisen, die niemand fotografiert hat, die mich jetzt begleiten wie ein zweiter Herzschlag. Ich merke erst jetzt, wie viel diese vier Monate in mir geöffnet haben. Wie viele Fragen sie gestellt, wie viele Antworten sie für später aufgehoben haben.
Und wie sehr die Weltreise nicht nur eine Reise über Ozeane war, sondern auch eine über innere Landschaft, die man vorher gar nicht kannte.
Doch bevor ich all diese Erlebnisse sortiere, bevor ich die Berichte schreibe, die Fotos ordne und die Videos schneide, ruft schon das nächste Abenteuer. Ein weiterer Traum, den ich lange mit mir herumgetragen habe, leise wie eine Feder im Wind. Jetzt ist der Moment gekommen, ihn anzugehen.
Wohin? Das erzähle ich noch nicht. Aber ich verspreche, es wird erneut ein Weg voller Horizonte,
voller kleiner Wunder und großer Augenblicke werden.
Für alle, die uns ein Stück begleitet haben, an Bord, an Land, im Herzen, sage ich, ich/wir danke(n) euch. Ihr seid Teil dieser Geschichte, vielleicht auch der nächsten.
Folgt mir gern weiter, denn dies ist nicht das Ende. Es ist nur der Moment zwischen zwei Atemzügen,
zwischen Heimkehren und Wiederaufbrechen. Ein Moment, den ich nicht mehr verlieren möchte.